Berlin, 15. Januar 2026: In der heutigen Jahresauftaktpressekonferenz kündigte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) an, den Forderungen nach Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft nachzukommen und in den nächsten Jahren mehrere hundert Krankenhäuser zu schließen. Das Bündnis Klinikrettung kritisiert das scharf. So Laura Valentukeviciute, Sprecherin von Gemeingut: »Nach Jahren des Widerstands gegen Klinikschließungen kündigt die Deutsche Krankenhausgesellschaft an, aufzugeben. Das ist verheerend, denn die Reform, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll, hilft den Menschen, die im Krankenhaussektor arbeiten oder dort versorgt werden, überhaupt nicht. Es werden lediglich die Verwertungs- und Gewinninteressen der privaten Konzernen bedient. Nicht gewinnträchtige Bereiche werden abgebaut, was Geld bringt, wird ausgebaut. Auf uns kommt eine sehr teure, aber nicht bedarfsgerechte Versorgung zu.«
Valentukeviciute weiter: »Was die Regierung macht, ist postdemokratisch und zeigt wie weit politische Entscheidungen schon korrumpiert sind. Seit Jahrzehnten versucht die Regierung mit Reformen die Ausgaben zu sparen in dem man die Zahl der Krankenhäuser reduziert. Keine dieser Reformen hat dazu geführt, dass die Ausgaben gesunken wären. Wir brauchen bedarfsgerechte Planung, Kostendeckung und ein Verbot von Gewinnen mit Krankenhäusern.«
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